02.04.2025International

Wirtschaft und Politik müssen die strategische Rolle des Einkaufs, der Logistik und des Supply Chain Managements stärken

Auf der 18. EPSCE am 31.03. und 01.04.2025 diskutierten über 250 Executives und CPOs aus 20 Ländern in Frankfurt über die geopolitischen und marktwirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen der Einkauf, die Logistik und das Supply Chain Management stehen, erarbeiteten Lösungen und initiierten Kooperationen zur gegenseitigen Unterstützung. Eine rundum gelungene Veranstaltung des BME, die die Einkäuferverbände weltweit wieder einen Schritt weiter zusammengebracht hat, mit dem IFPSM als Dachverband.
BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Lars Kleeberg eröffnete die 18. EPSCE vor über 250 Executives und CPOs aus 20 Ländern in Frankfurt.© Jörn Wolter/BME e.V.

Die Welt steht vor einem Epochenbruch, hierüber waren sich alle Teilnehmenden im Frankfurter Hof einig. Trumps angekündigte Strafzölle in Höhe von 20 Prozent beeinträchtigen weltweit die Stabilität der Lieferketten. Hinzu kommen weitere geopolitische Risiken aus China und Russland sowie ein rasant fortschreitender technologischer Wandel. Sie alle wirken disruptiv auf die Märkte und die Globalisierung. Die Schlüsselrolle in dieser unsicheren Zeit verkörpern Einkauf und Supply Chain Management, sie sind Katalysator für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Lars Kleeberg, Hauptgeschäftsführer des BME, in seinem Appell an die Einkaufsverantwortlichen: „Gerade jetzt ist es entscheidend, dass Einkauf, Logistik und Supply Chain Management als strategische Erfolgsfaktoren in Wirtschaft und Politik erkannt und gestärkt werden. Wir tragen Verantwortung, weltweit – für Unternehmen, Gesellschaft und Umwelt.“

Eine Verantwortung, der sich der Einkauf und das Supply Chain Management stellen werden, bejahten die Teilnehmenden. Durch neue Kollaborationen würden Supply Chains gestärkt und Risikomanagement untrennbar mit dem Einkauf verknüpft. Ein Beispiel ist der Verteidigungssektor. Roque Carmona, SVP, Group Chief Procurement Officer, bei Thales: „Die Notwendigkeit, die Produktion hochzufahren und gleichzeitig die industriellen Risiken zu minimieren, ist in der heutigen Zeit unerlässlich.“ Einkauf und Supply Chain Management würden zu Meistern der Diversifizierung auf allen Ebenen, sei es bei der Diversifizierung der Lieferantenbasis, der Lieferketten oder der Märkte.

Die Ergebnisse der internationalen Einkaufs-Community

  • Europas Wirtschaft ist zwar bislang mit den USA enger verflochten als mit China. Allerdings sind die Abhängigkeiten keineswegs einseitig. Europa ist für die USA und China gleichermaßen ein wichtiger Partner und ein sehr wichtiger Absatz- und Beschaffungsmarkt. Jetzt gilt es für Europa, sich auf seine Stärken zu fokussieren und seine Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Dabei wird der Einkauf eine strategische Schlüsselrolle spielen.
  • Künstliche Intelligenz (KI) wird in den nächsten Jahren alle Bereiche von Einkauf und Supply Chain Management durchdringen. Selbstlernende ChatBots, Dronen oder Apps führen dazu, dass Arbeiten in einem Bruchteil der Zeit erledigt werden können. Dies führt nicht zu einem ersatzlosen Wegfall des Bedarfs an Arbeitskräften.
  • KI ist eine Chance, ein Gamechanger, für den Einkauf. KI ermöglicht den Einkaufsverantwortlichen die Transformation des traditionellen Einkauf hin zu einem Reifemodell. Der Einkauf und das Supply Management der Zukunft vernetzt und managt die kollektive Intelligenz und nutzt ein Supplier Ecosystem für die Wertschöpfung als Ganzes.

Eine rundum gelungene Veranstaltung des BME, die die Einkäuferverbände weltweit wieder einen Schritt weiter zusammengebracht hat, mit dem IFPSM als Dachverband.

Ihre Kontaktpersonen

Mirjam ZellerGeschäftsführerin BME Marketing GmbH+49 6196 5828-126mirjam.Zeller@bme.de
Silva Certan-MallmannGeschäftsbereichsleitung Innovation & ProduktentwicklungInhaltliche Fragen+49 173 211 82 01silva.certan-mallmann@bme.de