04.06.2024Veranstaltungen

BME Sustainable Procurement Summit 2024 beendet

Deutschlands führende Fachkonferenz für nachhaltige Beschaffung bot den Teilnehmenden am Dienstag und Mittwoch (04./05.06.) in Darmstadt ein breit gefächertes Community-Networking mit intensiven Workshops, erstklassigen Keynotes und Deep Dives in themenspezifischen Sessions.
Auch der diesjährige BME Sustainable Procurement Summit wurde mit einem Praxisdialog Lieferkettengesetz eingeleitet. Im Mittelpunkt der Netzwerkveranstaltung wurden Chancen und Herausforderungen des LkSG diskutiert. © DieProfifotografen/BME e.V.

Die Verantwortung der Einkäuferinnen und Einkäufer für nachhaltige Beschaffung stand am Mittwoch, dem zweiten und letzten Veranstaltungstag (05.06.) im Fokus des BME Sustainable Procurement Summit 2024 in Darmstadt. Thematisiert wurde u.a., was der Einkauf beim Thema Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit Lieferanten aber auch im eigenen Unternehmen konkret bewegen kann. Wichtig ist, so die Referierenden, dass der Einkauf selbst Impulse setzt und den Fachabteilungen sowie dem Vertrieb die Chancen aufzeigt, die nachhaltige Beschaffung bedeutet.

Nach Ansicht der Experten ist es wichtig Nachhaltigkeitsziele zu identifizieren, zu konkretisieren und - bei Bedarf – anzupassen. Außerdem ist eine hohe Datenqualität für eine fundierte Entscheidungsgrundlage unerlässlich. Die Themen Zirkularität und Recycling werden in immer mehr Beschaffungsorganisationen thematisiert und wirken sich auf die Zusammenarbeit mit Lieferanten aus.

Das Fazit der Experten: Letztlich muss der Einkauf seine Verantwortung für nachhaltige Beschaffung anerkennen, da er durch seine Entscheidungen einen großen Einfluss auf die Richtung hat, in die sich Unternehmen beim Thema “Sustainibility” entwickeln.

Der diesjährige BME Sustainable Procurement Summit war am Dienstag (04.06.) in Darmstadt eröffnet worden. Er gilt als Deutschlands führende Fachkonferenz für nachhaltige Beschaffung. Mehr als 20 Referenten aus der Praxis – darunter sowohl Vertreter aus Konzernen, mittelständischen Betrieben und innovativen Start-ups – informierten an beiden Veranstaltungstagen über erfolgreiche Nachhaltigkeitskonzepte im Einkauf.

Thema des Eröffnungsvortrags im Plenum war am Dienstag „Beschaffungsresilienz durch nachhaltiges Lieferkettenmanagement”. Der Vorteil nachhaltiger Lieferketten sei laut Referent Prof. Dr. Stefan Schaltenegger, Gründer des Centre for Sustainability Management (CSM), dass sie nicht nur Risiko sondern auch Chance für die Unternehmen sind. Ihr Vorteil gegenüber nicht-nachhaltigen Lieferketten seien Compliance, weniger Störanfälligkeit, bessere Reputation, Stakeholder-Orientierung, Produktdifferenzierung und Verbesserung von Umweltschutz. Hauptziel des nachhaltigen Lieferantenmanagements sei nicht mehr die Kostensenkung; hier stünden vielmehr Resilienz und Nachhaltigkeit im Fokus.

Auch das Thema zirkuläres Wirtschaften ist in der Lieferketten-Thematik angekommen. Die Vorteile sind dabei u.a. steigender Nachhaltigkeit, weniger Zertifizierungsaufwand durch längere Lebensdauer der Produkte, geringerer Verbrauch kritischer Materialien. Der Einkauf kann hier positiv eingreifen, indem er z.B. die Beschaffung von Konfliktmaterialien reduziert.

Der BME Sustainable Procurement Summit 2024 hat in Kooperation mit dem JARO Institute for Sustainability and Digitalization e.V. einen Praxisdialog zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) auf die Agenda gebracht. „Trotz aller Kritik bringt das LkSG wichtige positive Aspekte mit sich, wie Transparenz in der Lieferkette, Einhaltung der Menschenrechte und Umweltschutz“, betonte BME-Bundesvorstandsvorsitzende Gundula Ullah. Ihrer Einschätzung nach müsse „das Commitment der Wirtschaft her. Denn gute Beispiele führen zur Nachahmung.“

Melanie UnseldLeiterin Kommunikation und Pressesprecherin+49 173 213 67 63melanie.unseld@bme.de
Bianka BlankenbergPressesprecherin+49 6196 5828-108bianka.blankenberg@bme.de